ähnlich dem freilebenden Wild
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Der Antrag auf Anerkennung ist an das zuständige Veterinäramt zu stellen.
Gefordert werden z.B. geringer Besatz, Deckungsmöglichkeiten und keine  Zufütterung in der Vegetationsperiode (zu den Leitlinien).
Bei Anerkennung sind die lebensmittelrechtlichen Vorschriften für frei lebendes Wild - also Vorschriften für Jäger - anzuwenden.
Der Jäger als kundige Person kann die "Fleischbeschau" (Untersuchung auf bedenkliche Merkmale) vornehmen.
Erst bei einer Auffälligkeit des Schlachtkörpers ist der amtl. Fleischbeschauer hinzuzuziehen.

Der Jagdscheininhaber als kundige Person kann also das Tier im Gehege "ansprechen" und den Schuss abgeben (Schießerlaubnis erforderlich), das Tier ausweiden und die Tagesstrecke im Umkreis vermarkten.
Für den Schlachtraum mit Kühlanlage bedarf es nur einer Registrierung - keine Zulassung erforderlich.
Wird dieser Schlachtkörper in einen EU-Schlachtraum verbracht, dann muss im Zulassungsverfahren auch dieses "freilebende Wild" mit aufgeführt sein (Wildverarbeitungsbetrieb).
D.h. ein Wild mit dem Status "ähnliche dem freilebenden Wild" darf nicht in einen EU-Schlachtraum gebracht werden, wenn er nur für Farmwild zugelassen ist.
Folglich ist diese Regelung auch bei Abgabe von Fleisch zur Wurstherstellung anzuwenden.


Das muss der Jäger beachten 
    hier 


Es ist auch möglich, beides zu beantragen (also Farmwild und ähnlich dem freil. Wild).
Es ist natürlich klar, dass dann die Tiere in verschiedenen Gehegen gehalten werden.
Bei der Schlachtung muss dann beachtet werden, dass die Schlachtkörper aus verschiedenen Gehegen nicht gleichzeitig zusammen geführt werden. 

 

Es empfiehlt sich vor Antragsstellung Kontakt mit dem zuständigen Landratsamt (Untere Jagdbehörde) aufzunehmen.


Ortsbesichtigungen sind kostenpflichtig.

Nach ungesicherten Angaben ist der Stundensatz bei 65 Euro plus der Fahrtkosten.

Nachtrag Okt. 09:

Der Status "ähnlich dem freilebenden Wild" scheint rechtlich nicht gesichert zu sein.
Es dürften sich also in Zukunft hier noch mehr Probleme entwickeln.
Zur verbindlichen Feststellung durch Verwaltungsakt fehlt nach Feststellung die Rechtsgrundlage.
Dies ist dann so zu verstehen, dass eine Klage keinenErfolg versprechen wird.
Das Landratsamt kann aber trotzdem diesen Status erteilen - es müssen halt die erforderlichen
Voraussetzungen geschaffen werden.

 Gedanken über ein Urteil:  hier   vom 7/2009

 

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